Befähigen statt kontrollieren

aber mit Verbindlichkeit
Infos
Donnerstag, 12.November 2026
16:00–16:50 Uhr
Raum 27/2.OG

Beschreibung

Befähigen statt kontrollieren – aber mit Verbindlichkeit Welche Steuerungsarchitektur ermöglicht nachhaltigen Schulturnaround? Mit dem Startchancen-Programm fließen in den kommenden Jahren erhebliche Ressourcen an Schulen in herausfordernden Lagen. Doch Ressourcen allein bewirken noch keine Entwicklung. Entscheidend ist, wie die Schulaufsicht Schulen so begleitet, dass aus Mitteln tatsächlich Wirkung wird. Der Praxis-Workshop verbindet dafür zwei Perspektiven. Aus der Innensicht zeigt Doris Pfingstner, wie die Modulare Mittelstufe Aspern in Wien den Weg nach oben geschafft hat. Nach den Bildungsstandards 2012 war sie eine der schwächsten Schulen Österreichs, heute trägt sie den Staatspreis Innovative Schulen. An welchen Rädern wurde gedreht? Und welche Impulse von außen haben den Unterschied gemacht? Dazu gehört auch ein verpflichtendes, datenbasiertes Entwicklungsprogramm, das die Schule zunächst als Zumutung erlebte und dann als Chance nutzte. Aus der Systemsicht beleuchtet der Workshop drei österreichische Interventionsprogramme: „Grundkompetenzen absichern“, „100 Schulen – 1000 Chancen“ und den neuen „Chancenbonus“. Auf Basis der wissenschaftlichen Endberichte zeigt er, unter welchen Voraussetzungen staatlich gesteuerte Initiativen gelingen und wo die Stolpersteine liegen. Daraus wird abgeleitet, was sich für das Startchancen-Programm lernen lässt. In moderierten Arbeitsphasen übertragen die Teilnehmenden die Erkenntnisse auf ihre eigene Rolle: Wie stellt die Schulaufsicht Verbindlichkeit her, ohne Widerstand zu erzeugen? Wie stärkt sie Schulleitungen als wirksamsten Hebel? Wie werden Leistungsdaten zum Gesprächsanlass statt zum Urteil? Am Ende stehen gemeinsam erarbeitete Steuerungsprinzipien und ein konkreter nächster Schritt für die eigene Praxis. Zielgruppe: Schulaufsicht, Bildungsverwaltung, Qualitäts- und Unterstützungsagenturen Input und Moderation: Mag. Doris Pfingstner, Schulleiterin der Modularen Mittelstufe Aspern, Bildungsberaterin und Autorin

Takeaways & Key Learnings

- Sie kennen die zentralen Hebel eines nachhaltigen Schulturnarounds aus Sicht einer Schule und wissen, welche davon die Schulaufsicht anstoßen kann.
- Sie können die Steuerungslogiken österreichischer Interventionsprogramme mit dem Startchancen-Programm vergleichen und deren Gelingensbedingungen benennen.
- Sie wissen, wie Verbindlichkeit und Gestaltungsfreiheit zusammenwirken: verpflichtend im Ob, frei im Wie.
- Sie erhalten Ansätze, wie Leistungsdaten zu konstruktiven Entwicklungsimpulsen werden und Schulleitungen als wirksamster Hebel gestärkt werden.
- Sie nehmen konkrete Steuerungsprinzipien und einen persönlichen nächsten Schritt für die Begleitung Ihrer Schulen mit.

Doris Pfingstner
© Fotostudio Richard Schuster

Mag. Doris Pfingstner

Direktorin Modulare Mittelstufe Aspern
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Donnerstag, 12.November 2026
16:00–16:50 Uhr
Raum 27/2.OG